Das Leben hier ist wirklich nicht einfach. Nun bin ich schon seit 2 Tagen ununterbrochen daran, Schnee fuer die Gemeinde hier zu schippen, was bei den Temperaturen draussen wirklich nicht sehr angenehm ist. Nach der gestrigen Aktion sah es heute, da in der Nacht ein heftiger Schneesturm hier ruebergefegt ist, wieder folgendermassen aus.

Das wird wahrscheinlich die naechsten Tage so weitergehen und wohl meine Haupttaetigkeit hier darstellen. Derweil lernte ich ein paar mehr Leute hier kennen. Irgendwie bin ich mir zwar nicht ganz sicher, wer hier ueberhaupt alles arbeitet, da man staendig neue Gesichter sieht, aber irgendwie geht das schon. Neben dem Besitzer des Souvenirshops/Restaurants und seiner Frau, die Yoshidayas, sind da noch die Tsurumas und deren Sohn Hide, der irgendwelchen unbekannten Taetigkeiten nachgeht und meistens in einem Haus ausserhalb des Dorfes residiert. Der Besitzer des Geschaeftes ist ein ziemlich hippeliger Mensch, der staendig seine Meinung aendert. Heute frueh z.B. hat er versucht, sein Auto aus dem Schnee zu befreien und landete nach einer Schlitterpartie irgendwo drei Strassen weiter und blieb wieder stecken. Und anstatt es langsam zu versuchen gab er bei der Anfahrt volle Power, so dass man natuerlich auf dem Schnee/Eis nicht wegkommen kann. Beim Versuch, ihm zu helfen, hatte er uns auch fast ueber den Haufen gefahren. Und er scheint ein Golf-Fan zu sein, denn heute nach getaner Arbeit sah ich ihn vor der Eingangstuer seines Ladens wie er dabei war, seinen Abschlag zu ueben. Sehr lustig. Achja und eine alte Frau, die jeden rumkommandiert, aber selber keinen Finger ruehrt gibt es auch. Anscheinend ist sie sehr vergesslich, denn gestern hat sie mich 5 mal gefragt, ob mit meinem Heater alles in Ordnung ist, da ich ihn austauschen hab lassen muessen.
Ansonsten kommt ab und an ein Bus mit japanischen Touristen hier vorbei und alle speisen dann zusammen in dem Restaurant in der dritten Etage. Klar, wer dann den Abwasch fuer die Meute machen darf. Auf jeden Fall ist das etwas, was typisch fuer japanischen Tourismus ist. Die Leute werden in Bussen irgendwohin gescharrt, um dann im Anschluss moeglichst viele Mitbringsel fuer ihre Familien und Freunde in dem Souvenirshop zu kaufen, der mit dem Reiseveranstalter wahrscheinlich ein Vertrag hat. Lustigerweise ist der Bus, waehrend die Japaner assen weggefahren und kam erst wieder, nachdem sie lange genug im Souvenirshop verbracht hatten. Das konnte ich draussen beim Schnee schippen recht gut beobachten. :)

Bemerkenswert finde ich aber die Vertrautheit hier in dem Dorf. Es ist wirklich wie ein kleines Twin Peaks, in dem jeder jeden kennt. Wenn ich zum oertlichen Convinience Store gehe, dann treffe ich auch ab und zu Leute, die ich von irgendwo her anders kenne. Abgeschlossen wird hier auch nichts. Mein Zimmer besitzt zwar ein Schloss von innen, aber keinen Schluessel von aussen und die Haupttuer unten ist auch immer offen. Wenn ich ins Internet will, dann muss ich mit dem Fahrrad erst aus dem Dorf fahren und mich im Buero von Hide connecten, welches durchgaengig fuer jeden zugaengig ist. So etwas waere in Deutschland nicht moeglich.

Das Gebaeude, in dem ich hier untergekommen bin, ist recht rustikal und jeden Morgen werde ich von meiner eigenen laufenden Nase geweckt, da sich das Zimmer ueber Nacht enorm abgekuehlt hat. Das Essen hier ist sehr einfach, aehnlich wie in dem Tempel, wo ich damals war. Es gibt fast jeden Tag Reis und Misosuppe. Dazu ab und an ein nicht definierbarer Side-Dish, wie z.B, etwas Tintenfischartiges oder kleine rote Fischeier. Mittlerweile hat sich mein Magen aber auch an solche "exotischen" Sachen gewoehnt. Eine Ausnahme schien heute gewesen zu sein, denn es gab Rahmen (lecker!), was ich nach den vielen Stunden in der Kaelte heute auch wirklich genossen hab.
Das wird wahrscheinlich die naechsten Tage so weitergehen und wohl meine Haupttaetigkeit hier darstellen. Derweil lernte ich ein paar mehr Leute hier kennen. Irgendwie bin ich mir zwar nicht ganz sicher, wer hier ueberhaupt alles arbeitet, da man staendig neue Gesichter sieht, aber irgendwie geht das schon. Neben dem Besitzer des Souvenirshops/Restaurants und seiner Frau, die Yoshidayas, sind da noch die Tsurumas und deren Sohn Hide, der irgendwelchen unbekannten Taetigkeiten nachgeht und meistens in einem Haus ausserhalb des Dorfes residiert. Der Besitzer des Geschaeftes ist ein ziemlich hippeliger Mensch, der staendig seine Meinung aendert. Heute frueh z.B. hat er versucht, sein Auto aus dem Schnee zu befreien und landete nach einer Schlitterpartie irgendwo drei Strassen weiter und blieb wieder stecken. Und anstatt es langsam zu versuchen gab er bei der Anfahrt volle Power, so dass man natuerlich auf dem Schnee/Eis nicht wegkommen kann. Beim Versuch, ihm zu helfen, hatte er uns auch fast ueber den Haufen gefahren. Und er scheint ein Golf-Fan zu sein, denn heute nach getaner Arbeit sah ich ihn vor der Eingangstuer seines Ladens wie er dabei war, seinen Abschlag zu ueben. Sehr lustig. Achja und eine alte Frau, die jeden rumkommandiert, aber selber keinen Finger ruehrt gibt es auch. Anscheinend ist sie sehr vergesslich, denn gestern hat sie mich 5 mal gefragt, ob mit meinem Heater alles in Ordnung ist, da ich ihn austauschen hab lassen muessen.
Ansonsten kommt ab und an ein Bus mit japanischen Touristen hier vorbei und alle speisen dann zusammen in dem Restaurant in der dritten Etage. Klar, wer dann den Abwasch fuer die Meute machen darf. Auf jeden Fall ist das etwas, was typisch fuer japanischen Tourismus ist. Die Leute werden in Bussen irgendwohin gescharrt, um dann im Anschluss moeglichst viele Mitbringsel fuer ihre Familien und Freunde in dem Souvenirshop zu kaufen, der mit dem Reiseveranstalter wahrscheinlich ein Vertrag hat. Lustigerweise ist der Bus, waehrend die Japaner assen weggefahren und kam erst wieder, nachdem sie lange genug im Souvenirshop verbracht hatten. Das konnte ich draussen beim Schnee schippen recht gut beobachten. :)
Ortseingang nach Akanko-Onsen 阿寒湖温泉 bzw. Akankohan 阿寒湖畔
Bemerkenswert finde ich aber die Vertrautheit hier in dem Dorf. Es ist wirklich wie ein kleines Twin Peaks, in dem jeder jeden kennt. Wenn ich zum oertlichen Convinience Store gehe, dann treffe ich auch ab und zu Leute, die ich von irgendwo her anders kenne. Abgeschlossen wird hier auch nichts. Mein Zimmer besitzt zwar ein Schloss von innen, aber keinen Schluessel von aussen und die Haupttuer unten ist auch immer offen. Wenn ich ins Internet will, dann muss ich mit dem Fahrrad erst aus dem Dorf fahren und mich im Buero von Hide connecten, welches durchgaengig fuer jeden zugaengig ist. So etwas waere in Deutschland nicht moeglich.
Haus, in dem ich arbeite.
Das Gebaeude, in dem ich hier untergekommen bin, ist recht rustikal und jeden Morgen werde ich von meiner eigenen laufenden Nase geweckt, da sich das Zimmer ueber Nacht enorm abgekuehlt hat. Das Essen hier ist sehr einfach, aehnlich wie in dem Tempel, wo ich damals war. Es gibt fast jeden Tag Reis und Misosuppe. Dazu ab und an ein nicht definierbarer Side-Dish, wie z.B, etwas Tintenfischartiges oder kleine rote Fischeier. Mittlerweile hat sich mein Magen aber auch an solche "exotischen" Sachen gewoehnt. Eine Ausnahme schien heute gewesen zu sein, denn es gab Rahmen (lecker!), was ich nach den vielen Stunden in der Kaelte heute auch wirklich genossen hab.
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