Wie ich bereits in einigen vorhergehenden Eintraegen berichtete, geht in Japan so langsam die Blaetterverfaerbung los, ein Spektakel, was mindestens genausoviel Stubenhocker hier in die Natur treibt wie auch das alljaehrliche Fruehjahrs-Kirschblueten-Schauen. Von Tokyo aus gibt es einige beliebte Plaetze, die, wie man sagt, einige der schoensten Ansichten waehrend des Herbstes in Japan bieten. Einer davon ist Nikko 日光 (dt. Sonnenstrahl[en]), ein heiliger Platz in Japan fuer Buddhisten und Shintoisten gleichermassen.

Eine Reisegefaehrtin war auch schnell gefunden: Jeanette, welche seit einem halben Jahr in Tokyo lebt und (ja schaeme dich ruhig!) bis dato immer noch nicht in Nikko war. ;) Zum Glueck liegt das idyllische Bergdorf nur ca. 2 Stunden weg von Tokyo, so dass man es locker an einem Tag besichtigen kann. Auf dem Hinweg dann mal wieder einer dieser unglaublichen Zufaelle, die uns immer wieder verdeutlichen wie klein doch die Welt ist. Im Zug nach Nikko im gleichen Wagon sitzen doch tatsaechlich Niels und Miwa, jedoch mit dem Plan in ein bekanntes Onsendorf in den Bergen zu fahren. Da war ich ja mal wieder sprachlos...
Zurueck zum vermeintlichen Ausflugsziel von Tokyo Nummer 1. Die Bahnen waren wie immer knackevoll, so dass man weite Strecken keinen Sitzplatz hatte, aber zur Zeit wie gesagt kein Wunder. In Nikko angekommen folgt man zunaechst einer recht langen Strasse durch das doch recht kleine und unspektakulaere Bergdorf bis zur beruehmten Goetterbruecke 神橋.

Natuerlich gibt es zu (fast) jedem Bauwerk hier auch eine Legende. Demnach wurde die Bruecke durch zwei Schlangen geformt, die einem Priester im 8. Jahrhundert halfen, den darunter fliessenden Fluss zu ueberqueren. Allerdings wird die Stimmung der Legende doch gleich zerstoert, wenn man gesagt bekommt, dass man fuer das Ueberqueren der Bruecke in die Tasche greifen darf.

Als wir dort ankamen war anscheinend gerade eine Hochzeit auf der Bruecke. Sehr schoen anzusehen. :D

Weiter hinten liegt dann das wahre Heiligtum Nikkos, mehrere Tempel und Schreine, deren bekanntester wohl der Tosho-gu 東照宮 ist.

Auch die drei Affen, die nichts Boeses hoeren, sprechen sowie sehen, sind als Relief in eines der Gebaeude eingelassen. Die drei Tiere und ihre Taetigkeit repraesentieren die drei Grundprinzipien des Tendai-Buddhismus.
Das Areal hat die (fuer mich bis jetzt) wohl farbenpraechtigsten Gebaeude Japans preisgegeben.

Wie z.B. diese prachtvolle Pagode...

...oder den erwaehnten Tosho-gu Schrein...

...welcher ein Mausuleum fuer Tokugawa Ieyasu darstellt, dem Gruender des Tokugawa Shogunats, dessen Grab sich auf einem erhoehten Plateau befindet.
Eine sehr schoene Gegend, die allerdings aufgrund der vielen Extra-Eintrittsgebuehren nicht billig ist. Und die Menschenmassen waehrend der Herbstzeit machen den Besuch auch nicht gerade zu einem entspannendem Gang vorbei an den Schreinen und Tempeln.
Eine Reisegefaehrtin war auch schnell gefunden: Jeanette, welche seit einem halben Jahr in Tokyo lebt und (ja schaeme dich ruhig!) bis dato immer noch nicht in Nikko war. ;) Zum Glueck liegt das idyllische Bergdorf nur ca. 2 Stunden weg von Tokyo, so dass man es locker an einem Tag besichtigen kann. Auf dem Hinweg dann mal wieder einer dieser unglaublichen Zufaelle, die uns immer wieder verdeutlichen wie klein doch die Welt ist. Im Zug nach Nikko im gleichen Wagon sitzen doch tatsaechlich Niels und Miwa, jedoch mit dem Plan in ein bekanntes Onsendorf in den Bergen zu fahren. Da war ich ja mal wieder sprachlos...
Zurueck zum vermeintlichen Ausflugsziel von Tokyo Nummer 1. Die Bahnen waren wie immer knackevoll, so dass man weite Strecken keinen Sitzplatz hatte, aber zur Zeit wie gesagt kein Wunder. In Nikko angekommen folgt man zunaechst einer recht langen Strasse durch das doch recht kleine und unspektakulaere Bergdorf bis zur beruehmten Goetterbruecke 神橋.
Natuerlich gibt es zu (fast) jedem Bauwerk hier auch eine Legende. Demnach wurde die Bruecke durch zwei Schlangen geformt, die einem Priester im 8. Jahrhundert halfen, den darunter fliessenden Fluss zu ueberqueren. Allerdings wird die Stimmung der Legende doch gleich zerstoert, wenn man gesagt bekommt, dass man fuer das Ueberqueren der Bruecke in die Tasche greifen darf.
Als wir dort ankamen war anscheinend gerade eine Hochzeit auf der Bruecke. Sehr schoen anzusehen. :D
Weiter hinten liegt dann das wahre Heiligtum Nikkos, mehrere Tempel und Schreine, deren bekanntester wohl der Tosho-gu 東照宮 ist.
Auch die drei Affen, die nichts Boeses hoeren, sprechen sowie sehen, sind als Relief in eines der Gebaeude eingelassen. Die drei Tiere und ihre Taetigkeit repraesentieren die drei Grundprinzipien des Tendai-Buddhismus.
Das Areal hat die (fuer mich bis jetzt) wohl farbenpraechtigsten Gebaeude Japans preisgegeben.
Wie z.B. diese prachtvolle Pagode...
...oder den erwaehnten Tosho-gu Schrein...
...welcher ein Mausuleum fuer Tokugawa Ieyasu darstellt, dem Gruender des Tokugawa Shogunats, dessen Grab sich auf einem erhoehten Plateau befindet.
Eine sehr schoene Gegend, die allerdings aufgrund der vielen Extra-Eintrittsgebuehren nicht billig ist. Und die Menschenmassen waehrend der Herbstzeit machen den Besuch auch nicht gerade zu einem entspannendem Gang vorbei an den Schreinen und Tempeln.
Comments
habe versucht, auf deine Email zu antworten, jedoch immer einen permanent error mail zurückbekommen.
Gruß
Florian
versuche kyotoben@googlemail.com
gruss ben :)