仕事・Arbeit



Nun, da ich nun schon ueber die Haelfte meiner Zeit hier in Tokyo rum habe, moechte ich kurz etwas ueber meine aktuelle Taetigkeit schreiben. Im Tokyoter Stadtteil Akasaka liegt, gegenueber der streng abgeschotteten Kaiserresidenz, das Haus der OAG, welches neben selbiger auch die Japanvertretung des DAAD, das Fraunhofer Institut sowie die deutsche Tourismusbehoerde beherbergt. Den meisten Japanern wird der Ort aber eher durch das Goethe-Institut bekannt sein, welches laut einiger Freunde der "beste Ort sei fuer das Deutschlernen" sei. Es ist wie eine deutsche Enklave, in der zu 70 oder 80 Prozent Japaner arbeiten, die teilweise Deutsch koennen. Letztens kam sogar ein Schadstoffinspektor extra aus Berlin eingeflogen (irgendwas wegen Aspest), da dieses Haus deutschem Recht untersteht. Der Mensch hat sich natuerlich ueber die Chance gefreut, einmal Tokyo zu besichtigen.


Arbeitsplatz

Die Aufgaben sind eigentlich recht vielfaeltig. Von Editieren der aktuellen Magazin-aehnlichen Publikation, Organisieren von Veranstaltungen ueber Verwaltung der Bibliothek sowie Arbeit an der neuen Homepage, da die alte extrem suckt. Mittlerweile kennt man die meisten Leute aus dem Haus und der Arbeitsalltag ist recht routiniert. Und man lernt eine ganze Menge interessanter Leute kennen, die teilweise ueber etliche umwege in Japan gelandet sind.


Beim Blick aus dem Fenster sieht man nur eine Betonwueste, die staendig im Wachsen ist. Dort wo man gerade noch in die Ferne schauen kann wird eines der hoechsten Gebaeude des Stadtteils gebaut und einem den letzten Weitblick versperren. Zum Glueck dauert das noch eine Weile.


Achja das sehe ich jeden Morgen, wenn ich in Shinjuku umsteige. Das Schild zeigt ein japanisches Reis-Currysosse-Gericht mit dem Namen "German Curry". Und warum? Nicht etwa weil der Reis in Deutschland angebaut ist oder das Rezept der Currysosse von einem Deutschen ist. Nein, denn die drei Wuerstchen oben drauf reichen aus, um bei den meisten Japanern durch den herrschenden Stereotyp Deutschland assoziieren zu lassen. *seufz*

Comments

Anonymous said…
jp. Wuerstchen sind das ekelhafteste was ich bis jetzt in Sachen Wurst gegessen habe.Bis lang dachte ich einfach die haben es nicht drauf ne Wurst zu machen, jetzt kommt aber immer diese Werbung im TV von Nipponham wo irgendwelche Wursttiere die ganze Zeit "Hamusoseji-..." singen.Also alle Wuerste hier sind wohl irgendwelche komischen Schinkenwuerste.So schmecken die auch.
Auf der Ginza gibt es uebrigens auch ein pseudo dt. Restaurant, das heisst Lion ! Ist zwar nicht wirklich Deutsch sondern einfach irgendwelche Fleischgerichte zusammen geschmissen, aber sieht zumindest von den Plastikmodel her ganz lecker aus.