お盆 Nachruf

Obon- Obon- Obon, hallt es durch die Strassen Kyotos.

Naja nicht wirklich, aber schon seit Wochen wird hier in der Bahn und vor allem auf den Bahnhofen Werbung fuer eines der beliebtesten Feste Kyotos gemacht. Die Rede ist von der Illumination mehrerer Zeichen, die in die Berge rund um Kyoto eingelassen sind.

*O-Bon: Fest fuer die Ahnen. Die Lichterfeste im Zuge des O-Bon sollen die Seelen der Verstorbenen "nach Hause" begleiten.


Das einzige Photo was mir gelang :(

Das sogenannte Daimonji 大文字 (Charakter fuer "gross") ist dabei das groesste, gefolgt von ein paar kleineren, die raeumlich etwas auseinanderliegen. Wie auch zu den beliebten Feuerwerks sind die besten Plaetze zum gucken total ueberfuellt und schon beim Ankommen hat man die Leute schon wieder ueber.

Nach den 30 Minuten, die das Zeichen brannte, konnte man einen Haufen Japaner schnurstracks wieder nach Hause bzw. zur Bahn laufen sehen. Das hat mich schon immer ein wenig gewundert. Ist es denn immer nur das "Event", was einen Japaner an einen Ort treibt (und manche auch dazu sich einen Yukata oder Kimono anzuziehen, was ja schon Vorbereitung an sich braucht), sei es auch nur fuer 30 Minuten? Fuer die meisten gilt anscheinend diese Regel, denn man kann sich wohl nicht danach noch etwas in der Region amuesieren. Vielleicht ist selbst dieses bisschen Zeit in diesem Land auch einfach zu wertvoll, man weiss es nicht.

Auf dem Weg nach Hause habe ich dann noch einen jungen Japaner gesehen, der mit seinem Hund gassi gegangen ist. Mit den hinteren beiden Fingern die Leine haltend hatte er noch genuegend Haende frei fuer seine PSP, auf der er, waerend er auf dem Buergersteig einer Hauptverkehrsstrasse entlang lief, genuesslich spielte und seine Umwelt, und damit auch mich als Radfahrer, kaum beachtete. Ich bewundere Leute die Multi-Tasking faehig sind aber das erscheint mir dann noch etwas uebertrieben.

Comments

Anonymous said…
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