Hakone 箱根

Nordwestlich von Tokyo liegt Hakone 箱根, eins der beliebtesten Reiseziele fuer Japaner. Innerhalb eines Kessels, rundum von Bergen umgeben, liegt der Hakone-Nationalpark, welcher neben der wunderbaren Natur, vielen heissen Quellen 温泉 auch eine der besten Ansichten auf den Fuji 富士 geben soll.


Kommt man in dem Gebiet an, findet man sich fern ab der Grossstadt, in einer netten kleinen Bergidylle wieder. Der Weg durch den Park ist allerdings genauso beschwerlich wie auch teuer. Angefangen mit einer normalen Bahn faehrt man bis in einen Vorort, wo man in eine andere Bahn umsteigen muss, die einen weiter mit nach oben nimmt.


Danach steigt man in eine Art Zick-Zack-Bahn um, die nach jeder Wendung wieder an Hoehe gewinnt. Hat man diese Etappe geschafft, so gehts in eine extra angelegte, von einer Schweitzer Firma gebauten Bergbahn steil nach oben. Nach einer kurzen Rast bzw. Trinkpause wird man mit einer Seilbahn auf den Gipfel befoerdert, welcher knapp ueber 1000m Hoehe liegt.


Auf dem Gipfel angekommen, findet man, typisch fuer Japan, einen Haufen Souvenirshops wieder. Erst wenn man sich den Weg durch die Massen bahnt, erkennt man, dass das Gebiet noch mehr zu bieten hat als Ansichtskarten und Pins. Hakone ist ebenso beruehmt fuer seine heissen Quellen, die den typischen Schwefelgeruch ausstroemen.


Typisches Essen der Region sind Eier mit schwarzer Schale, die anscheinend die besondere Farbe durch eine Behandlung mit eben diesem Wasser erhalten haben.


Schmecken tun sie allerdings ganz normal, was natuerlich keinen Asiaten davon abhaelt, sich ein Paeckchen zu kaufen und zu verspeisen. Denn wenn man in einer Region ist muss man auch das typische Essen, heisst es ja so schoen.


Weiter geht es dann mit dem Bus wieder ein wenig runter in ein Tal, in dem auch der groesste See des Hakone Parks liegt. Die naechste Etappe wird auf "Piratenschiffen" bestritten. Anscheinend hat hier der Tourismus schon soviel Einfluss, dass die Besucher, die nach Japan bzw. Hakone kommen auch auf touristische Art umhergefahren werden wollen. Mississippidampfer gab es auch. -_-


Leider hingen die Zeit, in der wir dort waren, eine dicke Wolkenfront in den Gipfeln, so dass man sich den Fuji auf den Bildern im Hintergrund einfach denken muss.


Den ganzen Weg muss man natuerlich wieder zurueck, vorzugsweise mit dem Bus. Da man jede Fahrt einzeln bezahlen musste, kostete der gesamte Trip pro Person mindestens 35 Euro, und das nur innerhalb des Nationalparks. Ein wirklich teures Pflaster in Hakone. So sind auch die Hotels und teilweise auch die Gaststaetten.

Die Landschaft ist jedoch unschaetzbar wertvoll und macht es zu einem lohnenswerten Reiseziel, nicht nur fuer Rotenburo 露天風呂 (Freibad-Onsen) Liebhaber. :)

Comments

Sven In Japan said…
Cooler Bericht! Wollte auch mit meinen Eltern nach Hakone, wenn die kommen! Werd dich vorher nochmal wegen ein paar Insider Tipps anpumpen! ^^
kyotoben said…
jo gerne,
ich hoffe ihr habt dann besseres Wetter als wir. Die Aussicht auf den Fuji soll ne Wucht sein :D