Ja, es ist wahr! Das beruechtigte Sommerloch hat hier Einzug gehalten. Neben der taeglichen Uni, die uns Studenten um naechtliche Stunden bringt, der Regenzeit, die langsam das freundliche Gesicht Kyotos in helles monoton-grau huellt und die Strassen mit transparenten Plastikregenschirmen fuellt und nebenbei noch dafuer sorgt, dass die Waesche auf dem Balkon nicht mehr so gut trocknet ist hier nicht viel los...

...ausser dem WM-Alltag. :)
Zeit, einen kleinen Ausflug in Japans kulinarisches Kuriositaetenkabinett zu machen.
Neben den traditionellen Gerichten (von denen die meisten nicht einmal original Japanisch sind sondern mehr aus Korea, China etc. kommen) gibt es auch unzaehlige westliche Einfluesse. Nachdem die Amis das Land unter ihren Fittichen hatten, haben sie anscheinend nicht nur die Baseballkultur hier etabliert sondern auch das wohl erfolgreichste Importprodukt: Fast Food! An jeder zweiten Ecke gibt es hier entweder McDonalds, MosBurger, Wendys oder KFC. Burger King und Subways hab ich hier aus unerfindlichen Gruenden noch nicht gesehen. Auch wenn man nicht so der Fast Food Fan ist, wird man quasi gezwungen, dort ab und an zu essen, da es wirklich vergleichsweise guenstig ist (Cheeseburger rund 70 Cent, Hamburger sogar rund 55).
Wer nicht gewillt ist, der amerikanischen Praesenz zu erliegen, kann auf guenstige japanische Ketten umsteigen, wo es Karee-Rice oder alle Arten von Don(Reis mit Fleisch etc. belegt) oder in guenstige chinesische Ketten, wo man ebenfalls mit Reisgerichten und vor allem leckeren Gyousa (chin. Jiaouzi (?) Fleisch-in-Teig-Baellchen) bedient wird.
Alles in Allem ist Essen gehen hier schon sehr guenstig. Teilweise sogar guenstiger, als sich Zutaten fuer Zuhause zu kaufen.

Fertig belegtes Brot - wrapped in plastic
In Unipausen kann man wahlweise in die Mensa gehen, zum Unishop und sich Sandwiches oder O-Negiri (Reis meist in Dreiecksform in Nori-Blaetter gehuellt) zum mitnehmen holen oder in eines der vielen umliegenden kleinen inoffiziellen, privaten Mensen gehen, welche teilweise sogar noch billiger sind als die offizielle Mensa. Mobil kann man sich auch sogenannte Bentou (Lunchpakete in allen groesen und Inhalten) kaufen.

Bentou - Reisgericht mit Minifischen
Nicht alles hier ist guenstig. So kriegt man annaehernd europaeisches Essen nur in Importgeschaeften, die mit heftigen Preisen zuschlagen.
Das wohl teuerste Lebensmittel hier in Japan ist Obst. Sind Bananen zB. noch relativ erschwinglich, so vergewaltigen zB. Kirschen, Weintrauben und Paprika den Geldbeutel. Das teuerste von den drei sind wohl die Weintrauben. Letzens war ich hier einkaufen und habe einen unglaublichen Preis fuer eine Handvoll Weintrauben entdeckt: 5000 Yen rund 34 Euro.

34 Euro fuer eine handvoll Weintrauben
Des oefteren hoert man ja, dass Japan eine verschwenderische Gesellschaft ist, in der jedes Staubkorn extra eingepackt werden muss. So kriegt man hier kaum Bonbontueten, in denen die Bonbons nicht nocheinmal extra eingepackt sind. Ein weiteres Beispiel sind Paprika. Wahrscheinlich aufgrund des recht teuren Preisses von 1,70 Euro pro Stueck (!) ist jede einzelne noch einmal eingepackt. Genauso verhaelt es sich mit Aepfel, Gurken etc.

Zum Schluss noch zwei kleien Anekdoten zum Thema deutsches Essen. Zum einen ist Deutschland ja fuer die famoesen Wuerstchen bekannt, die hier auch nach der englischen Bezeichnung Sousages heissen. Seltsam ist nur, dass man die hier anscheinend fuer ueblich am Stil isst. Der Geschmack laesst teilweise auch zu wuenschen uebrig. ;) In manchen Faellen wird einem die Wurst sogar am Knochen serviert, so wie mir letztens in der Mensa. Da liegt tatsaechlich eine normale Wurst vor einem, die an einem Stueck Knochen aufgespiesst ist. Woher dieser kommt sollte man dabei lieber nicht fragen.

Die Japaner essen und trinken sowieso gerne sehr suess (Bsp. hier ist die Fanta Grape, die hier den Standard darstellt, dem Europaeer aber eher viel zu suess ist). Kuchen und suesses Brot (ja, Schwarzbrot gibt es hier nicht - das hoechste der Gefuehle ist ein Baguette in bestimmten Laeden, was aber von der Konsistens fast wie ein haerteres Weissbrot ist.) Und so hat der allseits beliebte Baumkuchen auch vor langer Zeit schon seinen Siegeszug hier in Japan angetreten. Sogar so beliebt, dass der Name auf deutsch draufsteht: Baumkuchen oder wie hier - Mini Baum!
...ausser dem WM-Alltag. :)
Zeit, einen kleinen Ausflug in Japans kulinarisches Kuriositaetenkabinett zu machen.
Neben den traditionellen Gerichten (von denen die meisten nicht einmal original Japanisch sind sondern mehr aus Korea, China etc. kommen) gibt es auch unzaehlige westliche Einfluesse. Nachdem die Amis das Land unter ihren Fittichen hatten, haben sie anscheinend nicht nur die Baseballkultur hier etabliert sondern auch das wohl erfolgreichste Importprodukt: Fast Food! An jeder zweiten Ecke gibt es hier entweder McDonalds, MosBurger, Wendys oder KFC. Burger King und Subways hab ich hier aus unerfindlichen Gruenden noch nicht gesehen. Auch wenn man nicht so der Fast Food Fan ist, wird man quasi gezwungen, dort ab und an zu essen, da es wirklich vergleichsweise guenstig ist (Cheeseburger rund 70 Cent, Hamburger sogar rund 55).
Wer nicht gewillt ist, der amerikanischen Praesenz zu erliegen, kann auf guenstige japanische Ketten umsteigen, wo es Karee-Rice oder alle Arten von Don(Reis mit Fleisch etc. belegt) oder in guenstige chinesische Ketten, wo man ebenfalls mit Reisgerichten und vor allem leckeren Gyousa (chin. Jiaouzi (?) Fleisch-in-Teig-Baellchen) bedient wird.
Alles in Allem ist Essen gehen hier schon sehr guenstig. Teilweise sogar guenstiger, als sich Zutaten fuer Zuhause zu kaufen.
Fertig belegtes Brot - wrapped in plastic
In Unipausen kann man wahlweise in die Mensa gehen, zum Unishop und sich Sandwiches oder O-Negiri (Reis meist in Dreiecksform in Nori-Blaetter gehuellt) zum mitnehmen holen oder in eines der vielen umliegenden kleinen inoffiziellen, privaten Mensen gehen, welche teilweise sogar noch billiger sind als die offizielle Mensa. Mobil kann man sich auch sogenannte Bentou (Lunchpakete in allen groesen und Inhalten) kaufen.
Bentou - Reisgericht mit Minifischen
Nicht alles hier ist guenstig. So kriegt man annaehernd europaeisches Essen nur in Importgeschaeften, die mit heftigen Preisen zuschlagen.
Das wohl teuerste Lebensmittel hier in Japan ist Obst. Sind Bananen zB. noch relativ erschwinglich, so vergewaltigen zB. Kirschen, Weintrauben und Paprika den Geldbeutel. Das teuerste von den drei sind wohl die Weintrauben. Letzens war ich hier einkaufen und habe einen unglaublichen Preis fuer eine Handvoll Weintrauben entdeckt: 5000 Yen rund 34 Euro.
34 Euro fuer eine handvoll Weintrauben
Des oefteren hoert man ja, dass Japan eine verschwenderische Gesellschaft ist, in der jedes Staubkorn extra eingepackt werden muss. So kriegt man hier kaum Bonbontueten, in denen die Bonbons nicht nocheinmal extra eingepackt sind. Ein weiteres Beispiel sind Paprika. Wahrscheinlich aufgrund des recht teuren Preisses von 1,70 Euro pro Stueck (!) ist jede einzelne noch einmal eingepackt. Genauso verhaelt es sich mit Aepfel, Gurken etc.
Zum Schluss noch zwei kleien Anekdoten zum Thema deutsches Essen. Zum einen ist Deutschland ja fuer die famoesen Wuerstchen bekannt, die hier auch nach der englischen Bezeichnung Sousages heissen. Seltsam ist nur, dass man die hier anscheinend fuer ueblich am Stil isst. Der Geschmack laesst teilweise auch zu wuenschen uebrig. ;) In manchen Faellen wird einem die Wurst sogar am Knochen serviert, so wie mir letztens in der Mensa. Da liegt tatsaechlich eine normale Wurst vor einem, die an einem Stueck Knochen aufgespiesst ist. Woher dieser kommt sollte man dabei lieber nicht fragen.
Die Japaner essen und trinken sowieso gerne sehr suess (Bsp. hier ist die Fanta Grape, die hier den Standard darstellt, dem Europaeer aber eher viel zu suess ist). Kuchen und suesses Brot (ja, Schwarzbrot gibt es hier nicht - das hoechste der Gefuehle ist ein Baguette in bestimmten Laeden, was aber von der Konsistens fast wie ein haerteres Weissbrot ist.) Und so hat der allseits beliebte Baumkuchen auch vor langer Zeit schon seinen Siegeszug hier in Japan angetreten. Sogar so beliebt, dass der Name auf deutsch draufsteht: Baumkuchen oder wie hier - Mini Baum!
Comments
...und ich würde ja arm werden bei der Menge Obst, die ich esse >_>
LG Sonja