Peng you yi sheng yi qi zou

Wenn man eine Zeit lang in Japan lebt, so kommt man um Karaoke nicht umhin. Gestern feierte ein Finne aus unserem Wohnheim seinen 22. Geburtstag. Wir haben im Keller ein wenig vorgefeiert, sind dann aber ins nahe gelegene Daikichi (Yakitori-Franchise) gewechselt. Nach einigen Momoniku, dem wohl zartesten Fleischspiess Japans, haben wir puenktlich zu Mitternacht auf einem riesigen Reisfeld hinter dem Wohnheim mit Feuerwerk reingefeiert. Erst als ein Bullenwagen langsam an uns vorbeifuhr haben wir dann aufgehoert (wobei ich der Meinung bin, dass die nicht wegen uns da waren).



Danach war die ganze Meute noch bis 5 Uhr beim Karaoke singen und ich habe mal wieder gemerkt wie scheisse ich doch singen kann. Schon in Deutschland habe ich einmal den "Skunk Award" fuer die graesslichste Stimme bekommen. ;) Mit einem chinesischen Kollegen habe ich dann auch versucht das chinesische Lied Peng You (Freund) zu singen, hab aber nach der zweiten Zeile gnadenlos abgeloost. Bei soviel Chinesen, die ich hier kennengelernt habe, wird es langsam Zeit einmal ein paar chinesische Songs einzustudieren.



Karaoke in Japan ist auch ein wenig anders als es die meisten wohl aus Deutschland kennen, wo man Karaoke in Kneipen singen kann vor allen anderen Leuten. Hier betritt man pompoese Gebaeude mit mehr als 20 Einzelzimmer, in denen die Singfreudigen ihre Lieblingslieder selbst traellern duerfen. Interessant finde ich, dass die Auswahl der Songs, die nebenbei gesagt wirklich rieeeeesig ist, immer aktuell gehalten wird. So findet man unter ihnen sogar Songs, die gerade erst als Single im Radio laufen. Eigentlich kann man hier zu allem singen, sei es normaler amerikanischer Rock, Slipknot, Mudvayne, Ozzy Ozbourne, Game- und Animesoundtracks etc. Deutsche Lieder hab ich bisjetzt nur Nena (99 Luftballons) und Dschingis Khan (Dschingis Khan) gefunden.

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