Make Me A Rich Man!

Was macht man eigentlich so als Austauschstudent in Japan, wenn man mal keine Uni hat? Yay, Party. :) Am Samstag Nacht gingen Julian, Bastian und meine Wenigkeit auf Bastians Empfehlung ins „Club East“, ein kleiner Club inmitten Kyotos Shopping- und Partyviertel (und wenn man in Japan von klein spricht, dann heisst das, man kann die Tanzflaechenquadratmeter an einer Hand abzaehlen). Die Musik war allerdings recht enttaeuschend, so dass der uebermaessige Griff zur Bierdose (Dose! In Japan kriegt man fast nur Bier in Dosen) unausweichlich war. Da das Bier auf der Strasse billiger ist als im Club haben wir es heimlich hereingeschmuggelt. Nach dem ersten Mal wurde der kostbare Stoff jedoch leider bedingungslos konfisziert.


Julian beim Saufen. ;)

Wenn man so Nachts durch die Strassen von Kyoto geht sieht man uebrigens erstaunlich viele Auslaender, die auch in der Regel sehr gespraechig sind. Beim Bier holen habe ich 2 Amis getroffen, die schon laengere Zeit in Kyoto leben, nachdem der eine sich ein Taxi nach Hause genommen hat, meinte der andere, er geht jetzt auf die Pirsch, sich eine Japanerin suchen. Und tatsaechlich sieht man hier 70% der Auslaender mit japanischen Frauen rumrennen.

Paaaaaty.

Ungefaehr 3 Uhr kam dann endlich der erwartete Tanzauftritt einer Bekannten von Bastian. So etwas ungewoehnliches habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Umringt von einer Meute, die nicht wissen, was sie erwartet, sprang das Maedel mit sehr komischen Bewegungen umher und waelzte sich ab und an am Boden, wie ein sterbender Schwan. Auf jeden Fall mal etwas anderes. Gegen 4 Uhr hatten Julian und ich dann genug und sind ins benachbarte „Metro“ gewechselt, allerdings ohne Bastian, der schlief schon tief und fest im Club. Dumm war nur, dass die Tuersteher vom Metro um halb 5 noch Eintritt verlangten. Wir sind trotzdem rein, merkten aber schnell, dass dort schon die Luft raus war. Gegen 7 Uhr war ich dann zuhause und merkte erst am naechsten Tag wie viel ich getrunken hatte. Junge! Solche Kopfschmerzen hatte ich schon lange nicht mehr.

Am Folgetag war ich noch kurz mit Julian in Osaka und haben uns mit Tomohisa, einem bekannten Japaner, der vor anderthalb Jahren in Duisburg studiert hat, getroffen.


Dabei hat mein BWL-verseuchtes Hirn schon wieder eine gute Geschaeftsidee gewittert. In einer bestimmten Restaurantkette Japans gibt es ein tolles Angebot. Wenn man es schafft, eine bestimmte Menge an einem vorgegebenen Essen zu verspeisen, so kriegt man vom Besitzer ein Geschenk und 10.000 Yen (~70 Euro) und natuerlich das Essen for free. Dabei handelt es sich um: ~20 Baellchen Takoyaki (gerollte Tintenfischbaellchen) , ein Riesenberg Yakisoba (gebratene Nudeln) und mehreren Eiern. Alles das auf dem groessten Okonomiyaki, den ich bis dato gesehen habe.

hmmmm, lecker :)

Irgendwann probier ich das Mal und hoffe, danach nicht an meiner eigenen Kotze zu ersticken. ;)

Comments

Anonymous said…
Man bei euch gehts ja ab, irgendwie war ich noch kein einziges mal hier weg, obs am knappen Geldbeutel oder daran liegt das ich ein Langweiler bin ? Zumindest ist in fast einem Monat und 2 Wochen die Studentenzeit fuer mich vorbei, und wirklich was spannend ist nicht passiert.
Anonymous said…
ich frag mich wo da die geschäftsidee ist. an der eigenen kotze ersticken? wenn sich damit geld verdienen lässt würd ichs gern als erster wissen!