Eins muss ich zugeben, das japanische Netz der oeffentlichen Nahverkehrsmittel ist extrem gut: Alle 5 Minuten kommt eine Bahn, auf fast allen Strecken gibt es neben den normalen Zuegen auch Expresszuege und puenktlich sind sie auch noch (es sei denn es hat sich mal wieder einer in selbstmoerderischer Absicht vor die Gleise geworfen, was hier in Tokyo nicht so selten vorkommt; es gab wohl auch irgendwann mal ein Gesetz, dass der Familie des Selbstmoerders dann eine Geldstrafe auferlegt, um die Selbstmordrate hier zu verringern). Eines jedoch ist in weiten Teilen Deutschlands und Europas (und wahrscheinlich auch in den meisten Teilen westlich gepraegter Industrienationen) besser: Der Nachtverkehr, denn der ist hier so gut wie nicht existent.
Eigentlich erstaunlich, dass eine Stadt wie Tokyo, so dermassen sicher erscheint. Ich habe noch nie eine Rauferei gesehen, noch nie eine Poebelei und selbst wenn den Menschen in der Bahn saemtliche Weichteile eingeklemmt werden beisst man sich auf die Zaehne und versucht es am Besten zu ignorieren. An Rolltreppen wird sich auch schoen hintereinander an ewig langen Schlangen angestellt und geduldig gewartet obwohl es daneben eine Treppe gibt, aber der Mensch will es ja bequem.
Aber Sicherheit hat nuneinmal seinen Preis, und einer davon scheint zu sein, dass kurz nach halb 1 (auch am Wochenende) die meisten Bahnhoefe die Pforten dicht machen und mittels Stahlgalousie verriegelt werden. Am Freitag hab ich es dann einmal selber erfahren, wie es ist, wenn einem der letzte Anschlusszug in dieser riesen Stadt vor der Nase wegfaehrt. Nachdem ich realisiert hatte, dass ich irgendwo im Nirgendwo war und noch mindestens 7 Bahnhoefe von meiner Station entfernt war und mich mit der Entscheidung zwischen einer nicht bezahlbaren Taxifahrt und einem langen Nachtspaziergang konfrontiert sah, entschied ich mich letztendlich fuer zweiteres und folgte den Bahnschienen, die auf Betonstehlen hoch ueber der Erde verlaufen.
Erschreckend fand ich vor allem, wie ruhig es war. Die ganzen 2-3 Stunden, die ich lief, habe ich keinen Menschen gesehen ausser die Horden Taxifahrer am Hauptbahnhof in Omiya. Und das Freitag Nacht, zu einer Zeit, wo sich in Deutschland in den noch so kleinsten kleinsten Orten Jugendliche irgendwo sammeln(Natuerlich die paar Gebiete mitten in den verschiedenen Zentren der Stadt ausgenommen). Andererseits fuehlt man sich hier auch total sicher. So sicher kann man z.B. nicht durch Duisburg-Marxloh oder durch Berlin-Ahrensfelde um die selbe Uhrzeit laufen. Andererseits kommt man dort noch nach Hause, mit Bussen oder Strassenbahnen etc.
So hat alles seine Vor- und Nachteile...
Eigentlich erstaunlich, dass eine Stadt wie Tokyo, so dermassen sicher erscheint. Ich habe noch nie eine Rauferei gesehen, noch nie eine Poebelei und selbst wenn den Menschen in der Bahn saemtliche Weichteile eingeklemmt werden beisst man sich auf die Zaehne und versucht es am Besten zu ignorieren. An Rolltreppen wird sich auch schoen hintereinander an ewig langen Schlangen angestellt und geduldig gewartet obwohl es daneben eine Treppe gibt, aber der Mensch will es ja bequem.
Aber Sicherheit hat nuneinmal seinen Preis, und einer davon scheint zu sein, dass kurz nach halb 1 (auch am Wochenende) die meisten Bahnhoefe die Pforten dicht machen und mittels Stahlgalousie verriegelt werden. Am Freitag hab ich es dann einmal selber erfahren, wie es ist, wenn einem der letzte Anschlusszug in dieser riesen Stadt vor der Nase wegfaehrt. Nachdem ich realisiert hatte, dass ich irgendwo im Nirgendwo war und noch mindestens 7 Bahnhoefe von meiner Station entfernt war und mich mit der Entscheidung zwischen einer nicht bezahlbaren Taxifahrt und einem langen Nachtspaziergang konfrontiert sah, entschied ich mich letztendlich fuer zweiteres und folgte den Bahnschienen, die auf Betonstehlen hoch ueber der Erde verlaufen.
Erschreckend fand ich vor allem, wie ruhig es war. Die ganzen 2-3 Stunden, die ich lief, habe ich keinen Menschen gesehen ausser die Horden Taxifahrer am Hauptbahnhof in Omiya. Und das Freitag Nacht, zu einer Zeit, wo sich in Deutschland in den noch so kleinsten kleinsten Orten Jugendliche irgendwo sammeln(Natuerlich die paar Gebiete mitten in den verschiedenen Zentren der Stadt ausgenommen). Andererseits fuehlt man sich hier auch total sicher. So sicher kann man z.B. nicht durch Duisburg-Marxloh oder durch Berlin-Ahrensfelde um die selbe Uhrzeit laufen. Andererseits kommt man dort noch nach Hause, mit Bussen oder Strassenbahnen etc.
So hat alles seine Vor- und Nachteile...
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