しょうがない・Wartezeiten in der "Lobby"

hmm... wie soll ich sagen, da wuenscht man sich, dass neben dem Arbeitsalltag mal wieder ein wenig Schwung ins Leben kommt und dann passieren einem meist die duemmsten Sachen. Heute war ich in der letzten Stunde auf Arbeit dran, das zu komplettieren, was ich die letzten Wochen schon angefangen hatte. Die Aufgabe erforderte das Schneiden mit einem Cuttermesser, welches heute dann ungluecklicherweise an meinen linken Zeigefinger geriet. Da ich zuegig schnitt war der Schnitt recht tief und die Wunde offen. Die Kollegen haben mich dann gleich zu dem Hausarzt in der gleichen Etage geschickt, der aber auch nichts machen konnte und mir nur 3 Mullbinden verpasste und mich an die Chirurgie des naechst groesseren Krankenhauses verwies mit der Empfehlung, dass da genaeht werden muss.

Nunja mit Wegbeschreibung machte ich mich auf zum Krankenhaus nicht weit entfernt vom Arbeitsplatz und wurde doch ein wenig ueberrascht. Mit Krankenhaus assoziiere ich meistens weisse, helle Farben und ein recht bedrueckendes Gefuehl, welches durch die vorherrschende Sterilitaet verursacht wird. Als ich dann jedoch das Gebaeude betrat tat sich folgendes vor mir auf:


Ein Raum, mit vornehm angeordneten Sesseln, in der Mitte ein Piano, an den Waenden teuer anmutende Gemaelde sowie klassische Musik per Playback aus den Lautsprechern. Dazu an jeder Ecke hochaufloesende Plasmabildschirma, die neben den Personennummern auch andere Infos gaben. Das ganze hatte mehr den Charakter einer Hotellobby. Spaeter wurde mir dann gesagt, dass es ein sehr beruehmtes Krankenhaus in Tokyo ist, wo zb. auch Schauspieler etc. behandelt werden.


In den einzelnenen Wartezimmern auch keine Spur von der typisch zu erwartenen Krankenhaus-Monotonie. Letztendlich kam ich dann dran und anstatt eines weisen Doktors in seinen mitt-50ern sitzt doch Tatsache eine sehr junge, huebsche Doktorin von ich schaetze mal Ende 20 vor mir und behandelt mich. Ueberhaupt habe ich dort keinen einzigen maennlichen Doktor gesehen. Da fuehlt man(n) sich doch gleich besser. :) Letztendlich muss ich jetzt 3 Wochen mit Verband rumlaufen und Tabletten schlucken und habe fuer ein paar Tage Alkoholverbot (wo mir die Verbindung aber nicht ganz einleuchtet).

Achja und einen exklusiven "Memberausweis" habe ich nun auch, denn hier in Japan kriegt man sowieso ueberall wo man hinkommt gleich eine Rabattkarte ausgehaendigt oder, wie in diesem Fall, eine Chipkarte auf seinen Namen:


Euch allen trotzdem ein schoenes Halloween, wenn ihr denn dieser amerikanischen Tradition froehnt. :)

Comments

Anonymous said…
Na Ben? da haste ja wieder einen richtigen BEN gemacht, eh? :D

viele grüße aus dem herbstlichen Berlin,
kyotoben said…
lol

als ob du noch nie nen Unfall hattest ^^

gruss aus dem noch herbstlicheren und waermeren (25Grad!!) Tokyo.

btw: schon in der neuen Wohnung oder wieso kein Internet?